Fasziendistorsionsmodell nach Stephen Typaldos D.O.

Stephen Typaldos (1957 – 2006) war ein amerikanischer Osteopath, der in seiner Arbeit ein Erklärungsmodell für die Entstehung von Krankheiten, Schmerzen und Bewegungseinschränkungen entwickelte.

In den 90er Jahren fiel ihm zunehmend auf, dass seine Patienten immer wieder ähnliche Gesten und Worte benutzten um Ihre Schmerzen zu beschreiben.
Er begann, den Patientenbeschreibungen mehr und mehr Bedeutung zuzumessen und sie in den Mittelpunkt seiner ärztlichen Diagnostik und Behandlung zu stellen.

In seinem Modell ordnete er den spezifischen Schmerzbeschreibungen seiner Patienten, spezifische Verrenkungen/Verdrehungen („Distorsionen“) des Bindegewebes („Faszie“) zu und entwickelte für jede Form der Distorsion spezifische Behandlungstechniken. War die Technik erfolgreich, so konnte der Patient sofort eine Schmerzlinderung und eine bessere Beweglichkeit verzeichnen.

Viele seiner Behandlungstechniken sind sehr kräftig und schmerzhaft, weswegen sie in osteopathischen Kreisen durchaus kontrovers diskutiert werden.

Ich arbeite mit dem Fasziendistorsionsmodell seit 2009 und nutze es ergänzend zur klassischen Osteopathie.
Ich bestätige, dass viele Patienten intuitiv wissen, was richtig und gesundheitsfördernd für sie ist und dies durch die Art und Weise ihrer Schmerzbeschreibung zeigen.
Besonders bewährt hat sich das FDM, wenn Patienten ihre Schmerzen und Bewegungseinschränkungen in der Praxis reproduzieren können und ihr Organismus schmerzhafte Behandlungstechniken toleriert.